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2019-04-29-SCZ-FCL

Niederlage gegen den FCL

Zofinger Tagblatt- Printversion vom 29.04.2019 - Michael Wyss

Match SC Zofingen gegen FC Luzern II

Der SC Zofingen unterliegt dem FC Luzern II bei nasskalten Bedingungen mit 1:4.

Emotionslos, ideenlos, chancenlos. Das Duell des Tabellenzehnten Zofingen und des Elften Luzern II war an Einseitigkeit kaum zu überbieten. «Das war ein gebrauchter Tag», musste auch SCZ-Trainer Flavio Catricala zugeben, «wir sind nicht ins Spiel und nicht in die Zweikämpfe gekommen, waren stets einen Schritt zu spät. Sie haben immer diesen einen Meter mehr gemacht, der reicht, um Freiräume zu erspielen.» Die technisch versierten und sehr gepflegt agierenden Gäste zeigten von der ersten Sekunde an, dass sie die drei Punkte im Kampf gegen den Abstieg unbedingt in die Innerschweiz mitnehmen wollten. Bereits der knapp neben dem Tor landende Warnschuss nach wenigen Sekunden oder dann spätestens der von Goalie Alessandro Vodola an den Pfosten gelenkte Abschluss in der 7. Minute hätte die Gastgeber wecken müssen. Doch die Reaktion fiel bescheiden aus. Und dennoch gingen die Thutstädter in Minute 13 in Führung. Eine Flanke von rechts flog an mehreren Abwehrbeinen vorbei durch den Strafraum und landete bei Anel Hodzic. Akrobatisch brachte dieser den Ball im Netzhimmel unter.

Eigentor von Michal Rakovan
Die Freude war aber nur von kurzer Dauer. Nur vier Zeigerumdrehungen später lief Luzerns Lukas Riedmann auf der rechten Seite bis an die Grundlinie und brachte das Leder scharf in die Mitte. Zofingens Abwehrchef Michal Rakovan konnte nicht mehr ausweichen und es stand 1:1. In der Folge setzten die hoch pressenden Gäste die tief stehenden Gastgeber stark unter Druck. Und so war das 1:1 zur Pause bereits eine Erfolgsmeldung für den SCZ.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig an der Spielanlage. Die Innerschweizer waren weiter drückend überlegen und waren nun auch im letzten Drittel des Feldes präziser. Alessandro Vodola konnte nach knapp einer Stunde noch zweimal hervorragend retten, schliesslich landete einer seiner Abwehrversuche aber am weiten Pfosten bei Chef Eric Tia. Dieser spitzelte den Ball zum 1:2 über die Linie. In der 65. Minute schliesslich führte ein Konter zur endgültigen Entscheidung. Lorik Emini spielte Filip Ugrinic herrlich auf den Fuss und der traf aus kurzer Distanz problemlos zum 3:1. Das 4:1 in der Nachspielzeit nach einem schnell ausgeführten Freistoss von Darian Males auf Lino Lang war dann nur noch Zugabe. Trotz klarem Ergebnis war aus Sicht der Gastgeber das Resultat noch das Beste an diesem einseitigen Spiel. «Ich denke, die zweiwöchige Pause hat uns nicht gut getan», mutmasste Flavio Catricala, «ich glaube hingegen nicht, dass es eine Willensfrage war. Ich stelle mich vor die Mannschaft und nehme eine grosse Schuld auf mich.»

Obwohl in den hinteren Tabellenregionen ein weiterer Zusammenschluss stattgefunden hat, will Catricala für die letzten vier Spiele keine Panik verbreiten: «Wir haben es nach wie vor in den eigenen Händen und müssen uns nicht nach den anderen richten. Wir nehmen es nicht auf die leichte Schulter, aber wir kennen unsere Qualitäten. Diese Partie muss aber dennoch ein Fingerzeig sein, dass es nicht reicht, wenn wir nicht über die Leistungsgrenze gehen.»

Trinermatten. – 200 Zuschauer. – SR: Borra.
Tore: 13. Anel Hodzic 1:0. 17. Eigentor Rakovan 1:1. 55. Tia 1:2. 65. Ugrinic 1:3. 93. Lang 1:4.
Zofingen: Vodola; Sieber, Rakovan, Künzli, Ajil; Schwegler (46. Dibrani), Almedin Hodzic (40. Weber), Fernandes, Scioscia; Halimi, Anel Hodzic.
Luzern II: Staubli; Di Michelangeli (90. Jordi), Njau, Burch, Trinkler; Emini; Ugrinic (88. Heric), Wolf; Riedmann (74. Lang), Males, Tia.
Bemerkungen: Zofingen ohne Majic (gesperrt) und Luongo (verletzt). Luzern II ohne Heeg, Tonelli, Marleku, Kränzle, Karrer und Simic. 7. Vodola lenkt den Ball an den Pfosten. 
Verwarnungen: 5. Emini, 52. Halimi, 75. Weber (alle Foul).  

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