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2019-SCZ-Goldau

Der SCZ steigt in die 2. Liga interregional ab

Zofinger Tagblatt - Printversion vom 27.05.2019 - Pascal Kamber

SC Zofingen SC Goldau Abstieg

Der SC Zofingen steigt nach der 1:2-Niederlage gegen den SC Goldau ab

Um 17.50 Uhr war genau das Szenario Tatsache, das der SC Zofingen um jeden Preis hatte vermeiden wollen: Schiedsrichter Yves Dégallier pfeift die Partie gegen den SC Goldau beim Stand von 2:1 aus Sicht der Gäste ab. Aus, vorbei. Denn die Niederlage bedeutet, dass die Zofinger nur ein Jahr nach der Promotion wieder in die 2. Liga inter absteigen müssen. Während die Goldauer über den spät realisierten Ligaerhalt jubeln, steht den Spielern und dem Trainerstab des SCZ einige Meter nebenan die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. «Mit diesem Gedanken haben wir nicht gespielt. Unser Ziel war, oben zu bleiben», sagte Almedin Hodzic. Der Mittelfeldmotor stach einmal mehr durch seinen kämpferischen Auftritt heraus und hauchte dem Gastgeber in der 83. Minute mit seinem Kopfballtreffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich neues Leben ein. Mit dem Mut der Verzweiflung suchte der SCZ in der Schlussphase den Siegtreffer, der aufgrund des 2:0-Erfolgs von Verfolger Langenthal beim bereits abgestiegenen Tabellenletzten Old Boys Basel nötig gewesen wäre.

Eine zweite, spektakuläre Wende wie vor einer Woche gegen Bassecourt brachten die Thutstädter aber nicht zustande, stattdessen besorgte Dominic Schilling in der Nachspielzeit vom Elfmeterpunkt aus zum 2:1 die definitive Entscheidung. Schilling war es, der Goldau bereits in der 26. Minute per Penalty in Führung geschossen hatte. Beiden Strafstössen ging ein Foul von Ersatzcaptain Aadil Ajil – er vertrat den verletzten Robert Majic – voraus. «Wir hatten eine sehr gute erste Viertelstunde. Dann riss plötzlich der Faden», sagte SCZ-Assistenztrainer Nino Esposito. Erst mit Michele Scioscias Knaller in der 33. Minute, den Goldau-Goalie Marco Steinegger bravourös parierte, fanden die Zofinger halbwegs zurück ins Spiel. In der zweiten Halbzeit scheiterte auch Almedin Hodzic – und das reihenweise: Erst sah er seinen Kopfball auf der Linie geklärt (54. Minute), dann stand der Pfosten im Weg (68.) oder der Ball flog über das Tor (80.). «Wir hatten unsere Chancen, aber heute hat uns das Glück gefehlt», so Esposito.

Deutlichere Worte fand der Trainer des SC Zofingen, Flavio Catricalà. «Im Sport gibt es Gewinner und Verlierer, aber wir sind nicht wegen dieser Niederlage alleine abgestiegen. Es hat zu viele Spieler, die nicht bereit waren, alles für den Verein zu geben – dazu gehören auch Demut und Respekt untereinander», zeigte er sich enttäuscht von seinen Leistungsträgern. Den Abstieg betrachtete der Oftringer auch als Konsequenz des Kaderschnitts in der Winterpause. «Wenn dann zu Beginn der Rückrunde weitere wichtige Spieler ausfallen, kann man das als SC Zofingen nicht mehr einfach so kaschieren», erklärte er. Auch in mentaler Hinsicht habe seine Mannschaft Mühe bekundet, was sich in den starken Spielen gegen Topteams und den schwachen Auftritten gegen die direkten Konkurrenten bemerkbar machte.

Trotz diesem «Lehrblätz», wie Flavio Catricalà die Saison salopp zusammenfasste, wollte er den Blick möglichst rasch wieder nach vorne richten. «Jetzt gilt es, die Sache sauber zu analysieren. Dann muss der Verein sagen, wohin die Reise gehen soll.»

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