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2019-SCZ-Pajde

3-2 Siegtor erst in der Nachspielzeit

Zofinger Tagblatt - 09.09.2019 - Pascal Kamber

3-2 Siegtor erst in der Nachspielzeit

Der SC Zofingen gewinnt einen am Schluss hektischen 2.-Liga-inter-Spitzenkampf gegen den NK Pajde mit 3:2.

Im Heimduell des SC Zofingen gegen den NK Pajde läuft die Nachspielzeit, als sich Gäste-Torhüter Eldin Becic ein folgenschweres Missgeschick leistet: Er gibt den Ball aus seinen Händen frei und läuft prellend nach vorne – und wird von Schiedsrichter Lumni Ukaj zurückgepfiffen. Den fälligen indirekten Freistoss drischt Dominik Fabbricatore auf Vorlage von SCZ-Captain Robert Majic in der 92. Minute wuchtig zum 3:2-Sieg in die Maschen.

Was danach folgt, hat mit Fussball nicht mehr viel zu tun. Nach dem Schlusspfiff kommt es zu tumultartigen Szenen zwischen Spielern, Betreuern und Anhängern des NK Pajde sowie dem Schiedsrichtertrio. Erst mit dem Eintreffen der Polizei beruhigen sich die Gemüter wieder. Die Freude über den vierten Sieg in Serie lassen sich die Zofinger deswegen nicht nehmen. Schliesslich haben sie dank des Erfolgs in der 2.-Liga-inter-Gruppe 5 die Tabellenspitze erklommen. «Mit Muri, Freienbach und Pajde haben wir gegen alle Mitfavoriten drei Punkte gewonnen, das ist sehr wichtig», freut sich Robert Majic, «jetzt müssen wir dranbleiben.»

Auch gegen Pajde hat der SC Zofingen nicht an ein Aufgeben gedacht. Und das, obschon er sich – notabene in Überzahl – eine Halbzeit lang gegen einen defensiv kompakt stehenden Gegner äusserst schwertat. Nachdem Ajdin Mujagic bereits in der vierten Minute wegen einer Beleidigung unter die Dusche geschickt wurde, waren es trotzdem die Gäste aus Möhlin, die fünf Zeigerumdrehungen später das 1:0 durch Jovan Petrovic bejubeln konnten. Der SCZ zeigte sich danach bemüht, leistete sich im Aufbau aber zu viele Fehler oder Ungeschicklichkeiten und tauchte so nie wirklich gefährlich im letzten Drittel auf. «Uns fehlten im Spiel nach vorne die Lösungen, weil zu wenig Bewegung drin war», erklärte Robert Majic.

Die Inspiration durch einen taktischen Zug gefunden

Erst der Wechsel von Majic aus der Innenverteidigung ins Mittelfeldzentrum sorgte beim SCZ für die nötige Inspiration im Angriff. In der 51. Minute verwandelte Skender Zeqiri den Elfmeter nach einem Foul an Michele Scioscia sicher zum 1:1-Ausgleich. Anschliessend verpassten Marco Schwegler (57.) und Majic (61.) das 2:1, ehe Avni Halimi eine Flanke von Rouven Corti per Kopf zur Führung einnicken konnte.

In der Folge schien Zofingen die drei Punkte über die Zeit zu retten, musste aber in der 86. Minute erneut durch Petrovic das 2:2 hinnehmen. Es sollte der Beginn einer hektischen Schlussphase sein – mit dem schlechteren Ende für Pajde: Neben dem Torhüterfehler kassierten die Möhlemer zwei weitere Platzverweise und stürzten sich deshalb irgendwie selber ins Verderben.

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